Häufige Fragen zur Reiserücktrittsversicherung

18 Okt 2014
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Häufig erreichen uns verschiedene Fragen zur Reiserücktrittsversicherung, deren Bedingungen und Leistungen. Hier haben wir einige dieser Fragen beantwortet und hoffen, Ihnen damit einen kleinen Leitfaden an die Hand zu geben. Sollte Ihre Fragen hier nicht oder nicht ausreichend beantwortet sein, so mailen Sie uns einfach (E-Mail siehe Impressum)

Hinweis: Serviceadressen werden hier nicht mit aufgeführt. Bitte besuchen Sie dafür unsere Serviceseiten der verschiedenen Reiseversicherer.

 
 


 
 

1. Was sind Risikopersonen?

2. Was versteht man unter Selbstbehalt?

3. Was ist eine “unerwartet schwere Erkrankung”?

4. Wonach richtet sich die Höhe der Prämie?

5. Was ist unter Abschlussfrist zu verstehen?

6. Was ist eine Reiserücktrittsversicherung?

7. Was ist eine Reiseabbruchversicherung?

8. Was ist der Unterschied zwischen Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung?

9. Wann soll ich eine Reise stornieren und wann nicht?

 

1. Was sind Risikopersonen?

Einen Versicherungsfall kann nicht nur der Versicherungsnehmer, sondern auch ihm nahestehende Personen, die Risikopersonen, auslösen. Wer genau zu den Risikopersonen zählt, unterscheidet sich zum Einen nach dem Versicherer, zum anderen nach der gewählten Police. Bei einigen zählen Tante, Onkel, Nichte und Neffe mit zu den Risikopersonen, bei anderen nicht oder nur eingeschränkt. Eine Sonderstellung nimmt die “Reiserücktritt Flex der Allianz” ein: Hier zählen neben den auch bei anderen Versicherern üblichen nahen Verwandten auch der Freundeskreis der versicherten Person zu den Risikopersonen.
 
 

2. Was versteht man unter Selbstbehalt?

Der Begriff “Selbstbehalt” drückt die Höhe der Selbstbeteiligung aus. Er beschreibt, wie hoch der Eigenanteil ist, den ein Versicherungsnehmer an den Stornokosten selbst tragen muss. Bei den meisten Reiseversicherungen kann der Selbstbehalt durch Zahlung einer höheren Versicherungsprämie ausgeschlossen werden. Der Versicherungsnehmer braucht sich dann im Falle einer Reisestornierung nicht an den Stornokosten beteiligen – Der Reiseversicherer bezahlt in diesem Fall die gesamten Stornokosten.
 
 

3. Was ist eine “unerwartet schwere Erkrankung”?

Eine “unerwartet schwere Erkrankung” liegt immer dann vor, wenn die Erkrankung plötzlich eingetreten und so schwer ist, dass die Reise nicht angetreten werden kann. Die Reiseunfähigkeit muss durch den diese Krankheit behandelnden Arzt bescheinigt werden.
Bestehende Vorerkrankungen sind generell nicht mit versichert. Besteht eine Grunderkrankung, die von Schwankungen und Krankheitsschüben geprägt ist und es immer zu akuten Phasen kommen kann, ist dies nicht unerwartet. Hin und wieder kann es jedoch Ausnahmesituationen geben, in denen eine Vorerkrankung einen unvorhersehbaren Krankheitsschub auslöst, der dann mit versichert ist. Am besten konsultieren Sie dazu den Versicherer Ihres Vertrauens.

Als Faustregel für die Beurteilung gilt:

  • Die Erkrankung muss durch einen Arzt festgestellt und so schwer sein, dass sie aus seiner Sicht die Reise unmöglich macht.
  • Die Erkrankung muss plötzlich, also unerwartet aufgetreten sein und darf bei Abschluss der Reise-Rücktrittsversicherung nicht bereits bekannt gewesen sein. (Chronische Erkrankungen zählen demnach nicht dazu!)
  • Es muss sich bei objektiver Betrachtung tatsächlich um eine Krankheit handeln. Diese muss vom behandelnden Arzt festgestellt und die Reiseunfähigkeit bescheinigt werden. Diverse persönliche Ängste zählen beispielsweise nicht dazu.

- alle oben aufgeführten Merkmale müssen gleichzeitig auftreten
- Siehe hierzu auch unsere Rubrik Urteile zur Reiserücktrittsversicherung “unerwartete schwere Erkrankung

 
 

4. Wonach richtet sich die Höhe der Prämie?

Teure Reisen verursachen hohe Rücktrittskosten – die Höhe der zu zahlenden Versicherungsprämie in der Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung richtet sich daher immer nach dem Reisepreis. Zusätzlich lassen viele Reiseversicherer das Alter der zu versichernden Personen in ihre Preiskalkulation einfließen: Ältere Menschen zahlen mehr, jüngere weniger für ihre Police.
 
 

5. Was ist unter Abschlussfrist zu verstehen?

Die Reiserücktrittsversicherung soll üblicherweise mit oder zeitnah nach der Reisebuchung erfolgen. Das macht auch insofern Sinn, da der Versicherungsnehmer über einen längeren Zeitraum abgesichert ist.
Einige Versicherer erlauben noch den Abschluss bis 30 Tage vor Reiseantritt. Liegen zwischen der Reisebuchung und Reiseantritt weniger als 30 Tage, muss spätestens am dritten Werktag nach Reisebuchung die Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen werden. Die genaue Abschlussfrist muss in den Versicherungsbedingungen des jeweiligen Reiseversicherers nachgelesen werden.
 
 

6. Was ist eine Reiserücktrittsversicherung?

Eine Reiserücktrittskostenversicherung ersetzt bei einem Nichtantreten der Reise die dem Reiseveranstalter vertraglich geschuldeten Stornokosten. Versichert ist hier zum Beispiel die unerwartete schwere Erkrankung, eine schwere Unfallverletzung, ein erheblicher Sachschaden am Eigentum des Versicherten und weitere. Vertraglich abgesicherte Ereignisse können sich zwischen verschiedenen Reiseversicherungsanbietern unterscheiden. Lesen Sie also die Versicherungsbedingungen des Versicherers Ihres Vertrauens, um die tatsächlich versicherten Ereignisse Ihrer Police zu erfahren.
 
 

7. Was ist eine Reiseabbruchversicherung?

Die Reiseabbruchversicherung erstattet die Mehrkosten, die durch eine vorzeitige Rückreise aus versichertem Grund entstehen können. Zusätzlich können die Kosten für nicht in Anspruch genommene Reiseleistungen erstattet werden. Die Reiseabbruchversicherung wird auch häufig als Urlaubsgarantie bezeicnet.
 
 

8. Was ist der Unterschied zwischen Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung?

Die Reiserücktrittsversicherung versichert die Reise bis zum Reiseantritt. Ist die Reise angetreten, greift die Reiseabbruchversicherung.
 
 

9. Wann soll ich eine Reise stornieren und wann nicht?

Wir raten in jedem Fall die Hotlines des jeweiligen Reiseversicherers zu bemühen. Erhalten Sie von da eine Übernahmezusage für die Stornokosten, trägt der Reiseversicherer das Risiko für evtl. höhere Stornokosten.
 
 


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